Deine Meinung...

… man könnte sie auch Deinung nennen. Wie in… “ich habe eine Meinung, gerne würde ich die Deinung kennen lernen.” Damit wäre definiert, was Meinung eigentlich ist. Sie ist Dir, mir eigentümlich. Nicht nur eine häufig momentan erlebte, meist unvollständig informierte Emotion.

Ja, Meinung kann auch das Resultat gut durchdachter Information, und der entsprechenden Rückschlüsse sein. Was meint Macron, wenn er von Meinungs-freiheit als dem Wert spricht, der die Nation definiert? Das schnell hingesagte Wort, welches selbstredend jedem gestattet ist, oder die wohl durchdachte Information?

Meinungsfreiheit ohne Deinungsfreiheit, wem dient sie? Sagen was man meint, ohne wissen zu wollen, was der andere denkt und fühlt, wohin führt das? Das Leben lehrt, manchmal ist es besser nichts zu sagen. Ton und Stimme spielen eine Rolle. Ist sie liebevoll, diskussionsbereit, beschwichtigend? Will sie überzeugen, einen Kompromiss finden. Oder ist sie herrschsüchtig, besser wissend, sich allein im Besitz der Wahrheit wähnend. Die Deinung wird davon möglicherweise beeinflusst werden.

Natürlich darf und soll ein Mensch sagen was er denkt. Nur was, wenn es verletzend ist? Muss er sich wundern, wenn er sich damit Feinde schafft? Und was nützt es

dann auf Meinungsfreiheit zu bestehen. Wäre es in solchem Fall nicht besser die Deinungsfreiheit seines Gegenübers nicht nur kennen zu lernen, sondern vor allem

zu respektieren. Hätte man damit seine Meinungsfreiheit verraten und verloren?


Diese Momentaufnahme einer Pferdeweide in der Normandie finde ich wunder-schön. Vor allem die Wolkenformationen. P.S. ... und raten Sie, woher die Idee mit der "Deinung" stammt...